Wirtschaftspsychologie aktuell - Zeitschrift für Personal und Management
Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

9. Dezember 2009

Neue Väter: ein Drittel nimmt mehr als zwei Partnermonate

Seit der Einführung des Elterngeldes, das eine Lohnersatzleistung von bis zu zwei Dritteln vorsieht, steigt die Zahl der Väter, die für ihre Kinder eine berufliche Auszeit nehmen. Mitte 2008 beantragten über 18 Prozent der Väter Elterngeld. Ein Drittel davon bleibt mehr als die obligatorischen zwei Partnermonate zu Hause. Das zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Onlinebefragung des Berliner Instituts für Sozialwissenschaftlichen Transfer von 624 erwerbstätigen Vätern, die Elterngeld beziehen. Außerdem wurden Personalverantwortliche und Betriebsräte befragt. Ein wichtiges Ergebnis: Wenn zunehmend Väter die Elterngeldmonate nutzen, steigt in vielen Betrieben die Sensibilität für die Belange von Beschäftigten mit Fürsorgeaufgaben. Väter stellen berufliche Benachteiligungen in Frage, die lange Zeit als Selbstverständlichkeit hingenommen wurden. In etlichen Fällen wird auf Druck der Väter die Arbeitsorganisation geändert und beispielsweise Teleheimarbeit eingeführt.

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Pfahl, S. & Reuyß, S. (2009). Das neue Elterngeld. Erfahrungen und betriebliche Nutzungsbedingungen von Vätern (Reihe: edition der Hans-Böckler-Stiftung, Gender, Familie und Beruf, Bd. 239). Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung. Zur Buchseite.

Hans-Böckler-Stiftung (2009). Elterngeld: Mehr Väter erproben neue Rolle. BöcklerImpuls 17/2009. Zum Beitrag (PDF).

Mehr zur beruflichen Entwicklung in der Ausgabe "Karriere".

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