Wirtschaftspsychologie aktuell - Zeitschrift für Personal und Management
Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

21. August 2009

Stimmung bei Arbeitnehmern pessimistisch

Nur jeder zweite Arbeitnehmer sieht heute noch auf seiner gegenwärtigen Position angemessene Karrieremöglichkeiten. Im vergangenen Jahr waren es noch 62 Prozent. Das belegt die aktuelle Frühjahrsstudie des Instituts für Mittelstandsforschung an der Leuphana Universität Lüneburg mit der Personalberatung Hanseatisches Personalkontor Hapeko. An der Befragung nahmen mehr als 2200 Personen teil - davon über vier Fünftel mit Abitur und über zwei Drittel in hochqualifizierter Position oder Führungstätigkeit. Mittlerweile fühlt sich die Hälfte der hochqualifizierten Arbeitnehmer nicht mehr adäquat beschäftigt und erlebt eine Karriereenttäuschung. Entsprechend hoch ist die Zahl „innerer Kündigungen“ von Arbeitnehmern. „Eine Ursache für den starken Anstieg ist die angespannten Situation am Arbeitsmarkt und die dadurch geringeren Möglichkeiten, die Karriereenttäuschung durch einen Arbeitgeberwechsel zu beenden“, sagt Professor Albert Martin, Direktor des Instituts für Mittelstandsforschung. Denn über 70 Prozent der Befragten, die derzeit aktiv eine neue Stelle suchen, bestätigen einen Anstieg des Konkurrenzdrucks bei der Bewerbung auf die wenigen, zum eigenen Berufsfeld gehörenden Stellen. Auf mehr als die Hälfte und damit ebenfalls gestiegen ist die Zahl der Arbeitnehmer, die die Konkurrenz um attraktive Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des eigenen Unternehmens als härter bewerten.

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Leuphana Universität Lüneburg & Hanseatisches Personalkontor Deutschland (Hrsg.). (2009). Der Wettbewerbsdruck in der Arbeitswelt und die inadäquate Beschäftigung von Fach- und Führungskräften Ergebnisse einer Arbeitnehmerbefragung. Zur Studie (PDF).



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