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aus der Wirtschaftspsychologie 3. Juli 2009 TK-Gesundheitsreport: Höhere Fehlzeiten bei ZeitarbeiternDie Techniker Krankenkasse (TK) hat zusammen mit dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) in einer Studie herausgefunden, dass Zeitarbeiter häufiger krank sind als andere Beschäftigte. Der Krankenstand in der Zeitarbeitsbranche liegt bei vier Prozent und damit 1,1 Prozentpunkte höher als im Bundesdurchschnitt. Zeitarbeiter sind bei nahezu allen Diagnosen häufiger betroffen als Beschäftigte in anderen Branchen. Muskel-Skelett-Erkrankungen traten um 60 Prozent, Verletzungen um 64 Prozent und Atemwegserkrankungen um 23 Prozent häufiger auf. Natürlich geht der hohe Krankenstand darauf zurück, dass Zeitarbeiter mehr in körperlich belastenden (Lager- und Transportbereich) Tätigkeiten beschäftigt sind. Eine weitere Ursache liegt in der Zeitarbeit selbst. Die meisten Zeitarbeiter sind psychischen Belastungen ausgesetzt: Unzufriedenheit mit dem Gehalt, mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten und Arbeitsplatzunsicherheit – die psychisch bedingten Fehlzeiten liegen in der Zeitarbeit um 34 Prozent höher. Es gibt auch positive Aspekte: Jede dritte Beschäftigung dauert länger als ein Jahr. Etwa ein Drittel der Zeitarbeiter schafft den Sprung in den regulären Arbeitsmarkt. Der Report kritisiert, dass Betriebe mit deutlichen Abgrenzungen zwischen Zeitarbeitern und Stammbelegschaft operieren. So gibt es verschieden farbige Ausweise und Arbeitskleidungen sowie unterschiedliche Kantinenpreise. Diese Unterschiede werden als belastende Stigmatisierungen angesehen. Zeitarbeiter leiden auch unter der teilweisen großen Diskrepanz zwischen ihrer fachlichen Qualifikation und dem Aufgabenfeld, in dem sie aktuell eingesetzt werden. Sie können sich bei Meinungsverschiedenheiten seltener durchsetzen. Wirtschaftspsychologie-aktuell.de Mehr zu psychischen Belastungen und betrieblichem Gesundheitsmanagement in der Ausgabe "Gesundheit". PERSONALintern: Information für das HR-Management. Ausgabe 27/09. Techniker Krankenkasse (Hrsg.). (2009). Gesundheitsreport: Auswertungen 2009: Arbeitsunfähigkeiten und Arzneiverordnungen, Schwerpunkt: Gesundheit von Beschäftigten in Zeitarbeitsunternehmen. Hamburg. Zum Report (PDF). Zum Archiv |
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