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aus der Wirtschaftspsychologie
8. Mai 2009 Wie Führungskräfte besser mit Bedauern umgehen Bedauern ist das diffuse Gefühl, das entsteht, wenn man denkt, man hätte eine zurückliegende Entscheidung anders fällen oder eine Handlung anders angehen sollen. Wie können Führungskräfte besser damit umgehen? Tipps dazu gibt Michael Craig Miller in der Rubrik „Gesundheitscoaching“ der aktuellen Ausgabe des Harvard Businessmanagers. Grundlage ist eine Veröffentlichung von Colleen Saffrey, Amy Summerville und dem „Bedauern-Experten“ Neal Roese von der University of Illinois. Sie zeigten vergangenes Jahr in der Fachzeitschrift Motivation and Emotion, dass Bedauern gar nicht so negativ ist, wie es vielfach angesehen wird. Es wurde am positivsten von allen tendenziell negativen Gefühlen wie z.B. Langeweile, Angst, Ärger, Schuld oder Traurigkeit eingeschätzt. Außerdem gaben die Befragten an, dass es von allen Gefühlen am besten zentrale Funktionen erfüllt: Bedauern hilft, die Dinge richtig zu verstehen, indem man sie gedanklich durchspielt. Es gibt einem eine Richtschnur dafür, welche Handlungen man in Zukunft besser vermeidet. Einsicht gewinnt man, indem man beim Bedauern sich selbst und seine Motive ergründet. Und schließlich trägt das Gefühl zum harmonischen Miteinander bei, da es künftigen Streitereien vorbeugt. Wenn man zu seinem Kollegen flapsig war, der Sekretärin zu deutlich seine Meinung sagte oder das Kundengespräch unschön beendete, kann man durch Bedauern viel lernen. Die Regeln dabei: Erstens, einen realistischen Blick wahren. Man soll die Fakten sehen, genau das Für und Wider seiner Handlung abwägen und sich seiner Gefühle bewusst werden. Zweitens, zukünftiges Verhalten planen. Was soll man sagen, wenn man noch mal in so eine Situation gerät? Ein entsprechendes Handlungsskript kann man kurz notieren und sich an zentraler Stelle abheften. Drittens, das Miteinander suchen. Im Gespräch mit einem guten Freund kann man die Szene noch mal Revue passieren lassen. Das eigene Bedauern wird zum wuchernden Pfund, wenn man sich Unterstützung bei Kollegen holt. Plötzlich steht kein negativer Gedanke mehr im Vordergrund, sondern eine gute Beziehung. tf / Michael Craig Miller (2009). Gesundheitscoaching: Bedauern, abhaken, durchstarten. Harvard Businessmanager, 31 (5), 18. Zum Beitrag. Colleen Saffrey, Amy Summerville, Neal J. Roese (2008). Praise for regret: People value regret above other negative emotions. Motivation and Emotion, 32 (1), 46-54. Zum Artikel. Zum Archiv |
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