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aus der Wirtschaftspsychologie
15. Januar 2009 US-Kapitalismus führt zu unsozialem Verhalten Das in hoheMMm Maße konkurrenzorientierte ökonomische System der USA, Großbritanniens, Kanadas oder Australiens führt zu materialistischen Werten. Zu diesem Schluss kommt Tim Kasser, Sozialpsychologe am Knox College in Galesburg/Illinois, im aktuellen "Monitor on Psycholoy“. Diese materialistischen Werte bedingten wiederum unethisches wirtschaftliches Verhalten und das Bestreben, andere Menschen für eigene Zwecke zu instrumentalisieren, so Kasser. Er und seine Kollegen zeigten bereits in einer Studie im Journal of Personality and Social Psychology, dass die Motivation sich um andere zu kümmern und ihnen zu helfen abnimmt, je mehr das Geld das eigene Denken bestimmt. Auch in anderen Untersuchungen wurde deutlich, dass extremes Profitdenken und soziales Engagement unvereinbare Motive sind. Das liegt daran, dass das Bestreben anderen zu helfen und Beziehungen zu pflegen, intrinsische Bedürfnisse sind, während finanzieller Erfolg extrinsische Bedürfnisse nach Bestätigung und Anerkennung befriedigt. Wenn betriebswirtschaftliche Ziele extrem verstärkt werden – z.B. durch hohe Leistungsprämien – dann schlagen die Mitarbeiter den kürzesten Weg dahin ein, egal ob dieser Weg ethisch vertretbar ist oder nicht. tf / Monitor on Psychology / Grouzet, F. M. E., Kasser, T., Ahuvia, A., Dols, J. M. F., Kim, Y., Lau, S., Ryan, R., Saunders, S., Schmuck, P., & Sheldon, K. (2005). The structure of goal contents across 15 cultures. Journal of Personality and Social Psychology, 89, 800–816. Zum Archiv |
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