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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

1. September 2017

Mangelware Führungstalente

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Der größte Engpass an Talenten besteht weltweit bei potenziellen Führungskräften. Diese Ansicht vertrat ein Drittel der Personen bei einer Befragung von mehr als 1.100 HR-Führungskräften durch Korn Ferry Futurestep, einem weltweit agierenden Spezialisten für Rekrutierung und Recruitment-Process-Outsourcing. Nur ein gutes Fünftel war der Meinung, dass Fachkräfte mit spezifischer beruflicher Ausbildung am meisten gesucht werden.

Führungskräftemangel größtes Problem der Unternehmen

Vor allem im südamerikanischen und asiatischen Raum seien in den vergangenen Jahren junge Menschen sehr schnell zu Führungskräften der unteren bis mittleren Ebene befördert worden. Ihnen fehle es heute teilweise an den notwendigen Erfahrungen und Kompetenzen für die nächst höhere Ebene als Abteilungs- oder Bereichsleiter, sagt Jan Müller, verantwortlich für das Geschäft von Korn Ferry Futurestep im Wirtschaftsraum Europa, Arabien und Afrika. Mit 27 Prozent hatten auch europäische HR-Chefs den Mangel an Führungstalenten zur größten Herausforderung für ihr Unternehmen erklärt. In Deutschland seien zwar die erste und zweite Ebene mit kompetenten Führungskräften besetzt, es sei jedoch schwierig, die „Nachfolge-Pipeline“ zu füllen, da immer weniger Kandidaten nachkommen, erläutert Müller.

Vertriebler mit technischem Know-how besonders gefragt

Während IT-Profis früher anstrebten, bei einem führenden Software-Konzern zu arbeiten, Betriebswirte als Investment-Banker oder Unternehmensberater tätig sein wollten und Ingenieure in der Automobilindustrie, lasse sich eine solche Branchen-Aufteilung heute nicht mehr treffen. „Alle kämpfen um die gleichen Talente“, sagt Müller. Immerhin 22 Prozent der befragten HR-Führungskräfte in Europa hatten in der Studie angegeben, dass sie vor allem Vertriebsspezialisten mit technischem Background suchen – diese sind die gefragtesten Kandidaten auf dem Arbeitsmarkt.

Mitarbeiterbindung und Personalentwicklung werden immer wichtiger

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Umso wichtiger werde es, einmal eingestellte Talente langfristig zu halten und zu entwickeln. Die Geschwindigkeit, in der eine Vakanz besetzt werden kann, ist immer noch das wichtigste Erfolgskriterium für Rekrutierer. Das sagten 63 Prozent der Befragten in Europa. Danach folgten allerdings die Verweildauer der Talente (51 Prozent) sowie der Erfolg der jeweiligen Kandidaten in ihrem Job nach 18 Monaten (42 Prozent).

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2017. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:
www.kornferry.com/the-talent-forecast/the-talent-forecast

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