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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

15. August 2017

Smartphones machen dümmer

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Schon allein die Präsenz eines Smartphones reduziert die Fähigkeiten zu denken und sich zu konzentrieren. Das haben Forscher an der University of Texas in Austin in einem Experiment herausgefunden.

Konzentrationstests mit und ohne Smartphones

Die Wissenschaftler baten Testpersonen, an einer Reihe von computerbasierten Tests teilzunehmen, für die sie ihre volle Konzentration benötigten. Die Tests, so wurde es ihnen erklärt, dienten dazu, die Fähigkeiten des Hirns zu messen, sich Daten zu merken und sie zu verarbeiten. Per Zufallsauswahl wurden die Versuchspersonen dabei gebeten, ihr Smartphone mit dem Display nach unten auf den Tisch zu legen, in ihre Tasche zu stecken oder in einem anderen Raum abzulegen. Alle mussten das Telefon stumm schalten und Vibrationen abschalten.

Besser konzentrieren ohne Smartphones

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Das Ergebnis zeigt, dass die Personen, deren Handy in einem anderen Raum lag, signifikant besser bei den kognitiven Tests abschnitten als diejenigen, die ihr Smartphone auf dem Tisch liegen hatten und auch etwas besser als diejenigen, die es in ihrer Tasche hatten.

Auch wenn wir nicht bewusst an das Smartphone denken, so erfordere selbst der Prozess, nicht an etwas zu denken, unsere begrenzten kognitiven Ressourcen, erklärt der Psychologe Adrian F. Ward, der das Experiment leitete. Schon die Präsenz eines Smartphone genüge daher, um die kognitiven Kapazitäten zu reduzieren.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2017. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Brain Drain: The Mere Presence of One’s Own Smartphone Reduces Available Cognitive Capacity von Adrian F. Ward, Kristen Duke, Ayelet Gneezy und Maarten W. Bos ist in der April-Ausgabe des Journals of the Association for Consumer Research erschienen: http://www.journals.uchicago.edu/doi/full/10.1086/691462

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Im Themenschwerpunkt „Coaching-Trends“ stehen neue Erkenntnisse zu Online-Coaching, Beiträgen der Hirnforschung zu Coaching, Introvisionscoaching sowie Grenzen zwischen Psychotherapie und Coaching.

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