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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

2. August 2017

Mehr Resilienz durch Online-Training

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Von einem Termin zum nächsten eilen, dazwischen mit einem verärgerten Kunden telefonieren und dann noch ein neues Projekt plane. Das führt Beschäftigte oft an ihre Grenzen: Resilienz unterstützt Beschäftigte dabei, mit solch hohen Arbeitsanforderungen erfolgreich umzugehen. Forscher haben im Verbundprojekt „Resilire“ Instrumente zur Förderung der psychischen Widerstandskraft entwickelt.

Internet-Plattform rund um die psychische Widerstandskraft

Mit der Förderung von Resilienz können Unternehmen die psychische Gesundheit ihrer Beschäftigten sicherstellen und sie auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten. Wie dies gelingen kann, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Erlangen-Nürnberg in den vergangenen beiden Jahren im Verbundprojekt „Resilire – Altersübergreifendes Resilienz-Management“ untersucht. Als Ergebnis haben sie anwendungsorientierte Instrumente wie eine Internet-Plattform und ein Online-Training entwickelt, mit denen sich die psychische Widerstandskraft im Arbeitsleben ermessen und fördern lässt.

„Auf unserer Internet-Plattform www.resilire.de können Beschäftigte mithilfe eines Fragebogens ihre individuelle Resilienz einschätzen“, erklärt Dr. Nina Pauls, Projektmitarbeiterin an der Universität Freiburg. „Das Besondere ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Resilienzwerte direkt mit einem Benchmark aus mehr als 3.000 anderen Beschäftigten vergleichen können.“ Darüber hinaus thematisiert die öffentlich zugängliche Plattform die Frage, wie Teams und sogar ganze Organisationen flexibel mit Veränderungen umgehen und damit die individuelle Resilienz der Beschäftigten stärken können.

Webbasiertes Resilienz-Training scheint zu wirken

Zur Förderung der Resilienz entwickelten die Wissenschaftler in Kooperation mit einem Freiburger Softwarehaus ein webbasiertes Training. Die Wirksamkeit der Einheiten überprüften sie bei mehreren Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Die ersten Fallstudien bestätigen nach Aussagen von Dr. Christian Schlett von der Professur für Wirtschaftspsychologie an der Universität Freiburg, dass ein solches zeitökonomisches Online-Training die Resilienz und das psychische Befinden bei den Teilnehmenden verbessern kann.

Darüber hinaus verankern präsenzbasierte Formate wie beispielsweise interne Schulungen durch Gesundheitspsychologen die Resilienzförderung im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Damit, so das Fazit der Wissenschaftler, wird Resilienz als betriebliche Ressource erschlossen und kann langfristig zur psychischen Gesundheit der Beschäftigten und zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen. Unternehmen, die sich für das Online-Training interessieren, erhalten von den Wissenschaftlern auf Anfrage einen kostenfreien Zugang.

Dreijährige Förderunterstützung durch das BMBF

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Resilire im Förderschwerpunkt „Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel“ für drei Jahre. Die Projektkoordination hat die Universität Erlangen-Nürnberg inne. Ein Netzwerk von Umsetzungs- und Transferpartnern unterstützt die Verwertung der Projektergebnisse in der betrieblichen Praxis.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2017. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:
http://www.resilire.de

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