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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

24. Februar 2017

Deutsche sind pessimistisch

Ein Drittel der Fach- und Führungskräfte in Deutschland denken nicht, dass ihr Unternehmen in Zukunft erfolgreich sein wird. In Osteuropa sind die Beschäftigten zuversichtlicher, so eine neue Studie.

Deutsche sind Schwarzmaler

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Die Untersuchung wurde von der Korn Ferry Hay Group durchgeführt, die Unternehmen berät. Befragt wurden über 1,4 Millionen Fach- und Führungskräfte aus 23 europäischen Staaten. Gerade einmal zwei Drittel der Fach- und Führungskräfte deutscher Unternehmen glauben daran, dass ihr Unternehmen in den nächsten zwei bis drei Jahren wirtschaftlich erfolgreich sein wird. Damit gehören deutsche Angestellte zu den Pessimisten in Europa.

Nur in Italien (62 Prozent), Belgien und Frankreich (je 60 Prozent) sowie Österreich (58 Prozent) glauben noch weniger Mitarbeiter an den Erfolg ihres Unternehmens. Spitzenreiter in Sachen Optimismus in Europa sind Slowenien (88 Prozent), Rumänien (80 Prozent) und Norwegen (78 Prozent).

Zuversichtliche Spanier und Osteuropäer

Bis auf Polen werden die letzten zehn Plätze ausschließlich von den klassischen Industrieländern Westeuropas belegt. In allen dieser Länder sagen mindestens 31 Prozent eine düstere wirtschaftliche Zukunft für ihre Unternehmen voraus. Dass es auch anders geht, zeigen zwei Länder, deren Ergebnis überrascht hat.

Trotz vieler Krisenjahre und Arbeitsloser ist die Zuversicht in Spanien mit 73 Prozent groß. Die gleiche Anzahl ist in Großbritannien hoffnungsvoll. Vor allem die Befragten osteuropäischer Staaten sind optimistisch. Neben Slowenien und Rumänien auf Platz eins und zwei gehören auch die Slowakei und Tschechien (je 73 Prozent), Ungarn (72 Prozent) sowie Kroatien (71 Prozent) zu den zehn optimistischsten Ländern.

Möglichst optimistische Topmanager

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Auch im Detail sind die Mitarbeiter aus Deutschland skeptisch. Nur ein Drittel ist der Meinung, dass ihr Unternehmen Talente binden kann. Lediglich 48 Prozent glauben, dass die Ursachen für schlechte Leistung richtig angegangen und beseitigt werden. Immerhin sagen 55 Prozent, dass Mitarbeiter ermutigt werden, auch neuartige Wege einzuschlagen. 58 Prozent verlassen sich auf die Unternehmensführung.

„Große Teile der Belegschaft deutscher Unternehmen schauen eher mit Angst in die Zukunft, als sich auf Chancen zu konzentrieren“, resümiert Hubertus Graf Douglas von Korn Ferry in Deutschland. Daher sollten zukünftig mehr Führungskräfte angeworben werden, die wirklich inspirieren und motivieren können. Veränderung lasse sich nur erreichen, wenn Topmanager guter Dinge sind und dadurch die Mitarbeiter erreichen.

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