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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

27. Oktober 2015

Neun von zehn Managern erleben Smartphone-Stress

Neun von zehn Führungskräften fühlen sich durch ihr Smartphone gestresst. Zu diesem Ergebnis kommt die Trendstudie „Stressfaktor Smartphone 2015“. Dafür befragte das Beratungsunternehmen Mercer in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München und der Fachhochschule Rosenheim mehr als 150 deutsche Führungskräfte.

Stresserhöhendes Handy

Alle Hefte im Überblick99 Prozent der Führungskräfte sind auch außerhalb der regulären Arbeitszeit beruflich erreichbar. Sogar 90 Prozent von ihnen stehen im Urlaub in geschäftlichem Kontakt. 88 Prozent der Manager erleben die ständige Erreichbarkeit durch das Smartphone als „stresserhöhend“.

Zu kurze Ruhezeiten

33 Prozent spüren diese Mehrbelastung häufig oder jederzeit. 81 Prozent der Führungskräfte verwenden dasselbe Smartphone für berufliche und private Zwecke. Durch die häufige Handynutzung werden Arbeits- und Privatleben entgrenzt. Das führt bei etwa der Hälfte der Befragten zu kürzeren Ruheheiten.

Rechtlich relevant

Volker Nürnberg, Leiter Health Management bei Mercer, sagt: „Wird die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit vom Arbeitnehmer wegen der Bearbeitung von E-Mails nicht eingehalten, kann der Arbeitgeber zur Verantwortung gezogen werden.“ Im Extremfall spiele das eine Rolle, wenn der Mitarbeiter morgens auf dem Weg zur Arbeit verunglücke und sich das auf eine zu kurze Ruhezeit zurückführen lasse.

Mitarbeiter aufklären

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Damit sich Flexibilität und Entspannung beim Smartphonegebrauch die Waage halten, seien Richtlinien zur Erreichbarkeit und zum E-Mail-Schreiben hilfreich. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter aufklären und im gesundheitsgerechten Umgang mit Smartphones schulen. Das könne durch entsprechende Seminare geschehen, vor allem aber durch eine entsprechende Führungskultur.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2015. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

In einer neuen Übersichtsarbeit stellten sich acht psychische Arbeitsbelastungen als Risikofaktoren für Depressionen, Angststörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes heraus.

Resilienz die Fähigkeit, erfolgreich durch stressige Situationen zu manövrieren und gestärkt aus diesen herauszugehen. Darüber informiert das Buch „Resilienz in der Unternehmensführung“.

Klinikangestellte werden durch ein einfaches Dankbarkeitstraining zuversichtlicher und stressresistenter. Das zeigt eine neue Studie Hongkonger Psychologen.

Im Schwerpunkt „Kontakt und Beziehung“ werden neue Ergebnisse zu emotionaler Intelligenz, Mitarbeitergesprächen und High-Quality Connections vorgestellt.

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