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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

7. September 2015

Ziele motivieren

Ziele motivieren mehr als die Vergütung. Das ist das Ergebnis mehrerer Feldexperimente, die Bonner Forscher durchführten. Durch vorgegebene oder selbstgesetzte Ziele verbesserte sich die Arbeitsleistung um 15 Prozent.

Motivationsbedingung: Ziele und Vergütung

Alle Hefte im ÜberblickSebastian Goerg und Sebastian Kube vom Bonner Max-Planck-Institut für Gemeinschaftsgüter führten mehrere Feldexperimente durch. Goerg berichtet darüber im Onlinemagazin IZA World of Labor. Studentische Mitarbeiter sollten Bücher einer Institutsbibliothek umsortieren. Die einzelnen Motivationsbedingungen waren:

Zielabhängige Leistung

Ergebnis: Eine Zielsetzung, egal ob fremd- oder selbstgesetzt, ging mit einer 15 Prozent höheren Leistung einher. Die Vergütung spielte dabei keine Rolle. Leistungsabhängiger Lohn oder Zielerreichungsbonus brachten keinen Zugewinn an Leistung. Die Forscher empfehlen, die SMART-Regel anzuwenden. Ziele sollten danach spezifisch (genau), messbar, vom Mitarbeiter akzeptiert, realistisch (erreichbar) und terminiert (mit einer Frist versehen) sein.

Keine falschen Ziele

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Sie warnen aber auch vor zu hohen Zielen oder vor solchen, die nichts mit den Aufgaben eines Mitarbeiters zu tun haben. Diese können die Arbeitsleistung beeinträchtigen. Falschen Zielen lässt sich vorbeugen, indem Mitarbeitende selbst bestimmen, was wann erreicht werden soll.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2015. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Sebastian J. Goerg (2015). Goal setting and worker motivation: Individual work goals can increase a worker’s performance, but they need to be chosen wisely [PDF]. IZA World of Labor, 178, 1-10.

Persönliche Gegenstände im Büro – Fotos, Abschlussurkunden, Kram – stellen die Arbeitenden symbolisch dar, erinnern an Ziele und verbessern Gefühle.

Der Themenschwerpunkt „Mobil, flexibel und gestresst“ zu Stressbewältigung, Smartphone-Nutzung, Berufspendeln, psychischen Belastungen, Gefährdungsbeurteilung, Teilzeit-Tandem und Super-Leadership.

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