Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie 10. April 2012 Schüler suchen Ausbildungsplatz auf Facebook Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz entdecken die Jugendlichen zunehmend die sozialen Netzwerke: 82 Prozent aller Schüler befürworten es, dass Unternehmen mit eigenen Karriereseiten in sozialen Netzwerken vertreten sind. Zu diesem Ergebnis kommt die „Social-Media-Studie“ der Kommunikationsagentur Kienbaum Communications, die das Azubi-Marketing in privaten sozialen Netzwerken und die Erwartungen der Zielgruppe untersucht hat. Rund 1.200 Schüler unterschiedlicher Schultypen zwischen 14 und 20 Jahren wurden gefragt, ob und wie sie die sozialen Netzwerke zur Ausbildungsplatzsuche nutzen. Direkte Ansprache wird geschätztBereits 60 Prozent der Schüler haben die Karriere-Page eines Unternehmens in einem sozialen Netzwerk besucht und zwei Drittel der Befragten empfinden diese bei der Ausbildungsplatzsuche als nützlich und hilfreich. Dabei schätzen die Teenager besonders die direkte Ansprache und die Schnelligkeit des Mediums. So versprechen sich 73 Prozent der Nutzer eine schnelle Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen. 69 Prozent sehen den Vorteil in den direkten Informationen, die sie über die Karriere-Pages in sozialen Netzwerken erhalten. Informieren und hinterfragenDie Jugendlichen nutzen die unterschiedlichsten Kanäle, um sich zu informieren, und hinterfragen dabei die gebotenen Informationen. So zeigt die Studie, dass 53 Prozent der Schüler Erfahrungsberichte anderer Auszubildender im Internet lesen. Rund ein Drittel der Befragten schaut dazu in Chats, Blogs und Foren, 13 Prozent besuchen zu diesem Zweck soziale Netzwerke. Gleichzeitig zeigt die Studie jedoch, dass nur sieben Prozent der Befragten selbst eigene Erfahrungsberichte ins Internet stellen. Die Zahl der passiven Leser überwiegt hier momentan noch deutlich. Informieren per E-Mail, bewerben per PostAuch wenn die sozialen Netzwerke beim Azubi-Marketing auf dem Vormarsch sind, setzen die Schüler nach wie vor auch auf bewährte Informationskanäle: 57 Prozent der Jugendlichen würden Informationen zur Ausbildung am liebsten per E-Mail erhalten. Die Social Media liegen in diesem Ranking mit 33 Prozent nur auf Platz vier. Dass sich die Unternehmen bislang nicht immer an den Wünschen der Schüler orientieren, hat die Studie ebenfalls aufgedeckt: So würden sich mit 69 Prozent der befragten Jugendlichen – und damit die deutliche Mehrheit - gern postalisch auf eine Ausbildungsstelle bewerben – eine Bewerbungsart, die Unternehmen zumeist in ihren Stellenanzeigen ausdrücklich ablehnen. Wirtschaftspsychologie-aktuell.de Weiterführende Informationen: Social Media zur Personalsuche Social Media im Recruiting: bisher nur Ergänzung Social Media: Was Bewerber von Unternehmen erwarten Zur Ausgabe "Erfolg durch Kompetenz" Zum Schnupper-Abo der Wirtschaftspsychologie aktuell |
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