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aus der Wirtschaftspsychologie 17. September 2010 Bitte mehr Fehler machen!So lautet die Anleitung beim Fehlermanagement-Training. Die Annahme, die dahinter steht: Wenn man Fehler zulässt, (1) ist man motivierter, schwierige Aufgaben anzugehen ohne Angst vor Misserfolgen, und (2) ist man eher bereit zu experimentieren und Neues auszuprobieren. Beides steigert den Lernerfolg. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Personnel Psychology haben Madeleine Carter und Margarete Beier diese Offenheit für Fehler jetzt bei einem Training mit 161 Angestellten (Durchschnittsalter: 40 Jahre) eingesetzt. Sie sollten lernen, mit der Datenbanksoftware Microsoft Access – mit der sie vorher keinerlei Erfahrung hatten – umzugehen. Ein Teil der Mitarbeiter wurde in einem Lernmanual dazu ermuntert, Fehler zu machen („Je mehr Fehler Sie machen, desto mehr lernen Sie.“), ein anderer Teil nicht. Das Ergebnis: Am besten lernten die fehleroffenen Teilnehmer, deren Lernmanual zusätzlich nicht unnötig ausführlich war. Sie konnten besser vorgegebene Aufgaben lösen und Fehler erkennen, und sie schätzten ihr eigenes Können besser ein als die Mitarbeiter ohne Fehlertoleranz. Die Autoren fordern daher, dass positives Fehlermanagement in vielen Trainings eingebaut wird und die Unternehmenskultur mehr prägen sollte. Wirtschaftspsychologie-aktuell.de Weiterführende Informationen: Madeline Carter & Margaret E. Beier (2010). The effectiveness of error management training with working-aged adults (Abstract). Personnel Psychology, 63, 641–675. Mehr zum Thema Personalentwicklung Arbeitsmotivation ändert sich im Alter kaum Kulturelle Werte bei der Arbeit Zur Ausgabe "Besser durch Beratung" Zur Ausgabe "Herausforderung Stress" Zum Schnupper-Abo der Wirtschaftspsychologie aktuell |
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