Wirtschaftspsychologie aktuell - Zeitschrift für Personal und Management
Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

7. September 2010

Personaler ohne Einfluss

Der Bereich Human Resources (HR) gehört in den Vorstand und muss Wertorientierung nachweisen. Das ist eines der Ergebnisse des „HR Benchmarking Reports 2010/11“, den die Frankfurter Strategie-Beratung Otto - Henning & Company und die Münchener Personalberatung Rat.Haus in Kooperation mit der Universität Eichstätt Ingolstadt durchgeführt haben. Befragt wurden über 1500 Personalmanager und Personalvorstände der größten deutschen Unternehmen.

52 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das moderne Personalmanagement die aktuellen Anforderungen nur meistern kann, wenn die HR-Organisation an der Geschäftsorganisation ausgerichtet ist. Im Klartext: HR muss im Vorstand vertreten sein. Dafür müssen Personaler jedoch die wertorientierte Tonalität des Vorstandes beherrschen und ihre Leistungen nachweisbar machen.

Das scheitere jedoch häufig am schwach ausgeprägten Unternehmerdenken und dem fehlenden Nachweis des Wertschöpfungsbeitrags für das Unternehmen. Wenn überhaupt Kennzahlen bestimmt werden, so sind das mehrheitlich in die Vergangenheit gerichtete Werte wie die Fluktuationsrate.

Aussagekräftige Personalkennzahlen - wie etwa der Wertschöpfungsbeitrag des Humankapitals - werden nur weniger als jedem zehnten Unternehmen erhoben. Was das Selbstverständnis der Befragten angeht, so sehen sich lediglich 44 Prozent  gegenwärtig als Mitgestalter des Unternehmenserfolgs. 56 Prozent sind davon überzeugt sind, dass ihnen jeglicher Einfluss auf die Strategie und damit auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens verwehrt ist.

Die Studie erscheint im Gabal-Verlag und kann zum Preis von 495 Euro bestellt werden.

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