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aus der Wirtschaftspsychologie 18. August 2010 Pilotprojekt für anonymisierte BewerbungsverfahrenDass eine hohe Qualifizierung nicht ausreicht, um zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn. Bei einem türkischen Namen sank die Chance auf ein Vorstellungsgespräch um bis zu einem Viertel bei kleineren Unternehmen. Anonymisierte Bewerbungsverfahren können dagegen in der Privatwirtschaft die Gerechtigkeit bei der Bewerberauswahl erhöhen. Dazu hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ein einjähriges Pilotprojekt gestartet. Dabei erproben Unternehmen freiwillig verschiedene Modelle anonymisierter Bewerbungsverfahren, bei denen die Lebensläufe weder Foto noch Namen, Adresse, Geburtsdatum oder Angaben zum Familienstand der sich bewerbenden Person enthalten. Bei anonymisierten Lebensläufen stehen ausschließlich Fähigkeiten und Kompetenzen der Bewerberin oder des Bewerbers im Mittelpunkt. Neben fünf Unternehmen, darunter Procter & Gamble und L’Oreal beteiligt sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an dem Projekt, das wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird. Wirtschaftspsychologie-aktuell.de Weiterführende Informationen: Leo Kaas & Christian Manger (2010). Ethnic Discrimination in Germany’s Labour Market: A Field Experiment. Discussion Paper No. 4741 (PDF). Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit. Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2010). Anonymisierte Bewerbungsverfahren - eine Initiative der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Berlin. Mehr zum Thema Personalauswahl Zur Ausgabe "Talentmanagement" Jede vierte Firma will Online-Bewerbungen Dynamische Anpassung von Berufswünschen Zur aktuellen Ausgabe "Herausforderung Stress" Zum Schnupper-Abo der Wirtschaftspsychologie aktuell |
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