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Neue Forschungsergebnisse, Einblicke, Theorien, Wissensbausteine. Hier stellt Wirtschaftspsychologie aktuell regelmäßig Wirtschaftspsychologie-Experten und ihre Ansätze vor.
20. Juni 2013
Lernen von Harrison Kell: Was wird mal aus superhochbegabten Jugendlichen?
Eine Forschergruppe um Harrison Kell hat superhochbegabte Jugendliche über einen Zeitraum von 25 Jahren begleitet. Herauskam, dass viele von ihnen keinen höheren Studienabschluss schafften und dass nur einige wenige später im Beruf wahre Topleister wurden. Mehr...
29. Mai. 2013
Lernen von Jason A. Colquitt: Lob der Gerechtigkeit
Gerechtigkeit ist ein hohes Gut, auch im Unternehmen, wie eine neue Überblicksstudie von Jason Colquitt und seinem Forschungsteam zeigt. Mitarbeiter, die gerechte Chefs hatten, waren enthusiastischer, sozialer und leistungsfähiger. Daher sollten parteiische, ungerechte Führungskräfte dringend ein Gerechtigkeitstraining absolvieren. Mehr...
15. Mai 2013
Lernen von Antje Proske: Zeit für sich selbst
Eine neue Studie zeigt, dass nicht nur Arbeits- und allgemeine Freizeit wichtige Größen sind, um sein Leben in Balance zu halten und Stress vorzubeugen. Ebenso wichtig ist die Zeit für sich selbst: allein sein, über sich selbst nachdenken, das tun, was einem Spaß macht. Wer sich diese Zeit nimmt, bleibt körperlich und geistig gesund. Mehr...
2. Mai 2013
Lernen von Eva-Maria Schulte: Meetingkrank
Eine Forschergruppe um Eva-Maria Schulte hat herausgefunden: Meetings machen krank, wenn sie schlecht geplant werden und wenn in ihnen häufig gejammert, gelästert oder geplappert wird. Mehr...
26. April 2013
Lernen von Ed Diener: Wohlstand macht doch glücklich
In einer neuen Studie hat ein Forscherteam um Ed Diener herausgefunden, dass Wohlstand doch glücklich macht. In bisherigen Studien wurde bezweifelt, dass der allgemeine Lebensstandard zu mehr Zufriedenheit führt. Die neue Studie widerlegt solche Befunde. Danach führte mehr Wohlstand zu mehr Wohlbefinden. Menschen in reichen Ländern waren glücklicher als in armen. Mehr Geld konnte dabei nur dann in Zufriedenheit umgemünzt werden, wenn der Einzelne es nutzte, um sein Leben spürbar zu verbessern. Mehr...
22. April 2013
Lernen von René Ziegler: Zufrieden bis unzufrieden
René Ziegler und Christian Schlett haben in einer neuen Studie fünf Formen von Arbeitszufriedenheit bestätigt: 1) stabilisierte Zufriedenheit, bei der man nichts ändern will, 2) progressive Zufriedenheit mit beständigem Ehrgeiz, 3) resignative Zufriedenheit mit innerlicher Anpassung an negative Umstände, 4) konstruktive Unzufriedenheit, bei der die Betroffenen versuchen, ihre Unzufriedenheit zu bewältigen und 5) fixierte Unzufriedenheit ohne Änderungsversuche. Mehr...
17. April 2013
Lernen von Kathleen Vohs: Verschmutzte Geldscheine machen unmoralisch
Kathleen Vohs hat zusammen mit ihrem Forscherteam herausgefunden, dass verschmutzte Geldscheine unmoralisch machen. Teilnehmer hielten zuerst saubere oder schmuddelige Banknoten in Händen und nahmen dann an Experimenten teil, die ihre Fairness überprüften. Schmutziges Geld führte dazu, dass Verkäufer tricksten, sich die Hemmschwelle für unmoralische Handlungen senkte, man geiziger oder gieriger wurde. Bei fleckenlosen Geldscheinen blieben die Teilnehmer fair. Mehr...
8. April 2013
Lernen von Lotte van Dillen: Bei geistiger Anstrengung widersteht man Verlockungen
Die Psychologin Lotte van Dillen und ihre Forscherkollegen haben herausgefunden, dass man bei geistiger Anstrengung besser Verlockungen widerstehen kann. In vier Experimenten zeigte sich, dass Teilnehmer, die sich eine schwierige Zahl merken mussten, leckeres Essen übergingen oder attraktive Porträts ausblendeten. Mehr...
3. April 2013
Lernen von Scott Seibert: Karriereschocks
Ein Forscherteam um Scott Seibert hat Karriereschocks und das Selbstmanagement von Berufseinsteigern untersucht. Es zeigte sich, dass massive negative und positive Berufserfahrungen zu mehr Bildungsengagement führten. Wer plötzlich aufstieg oder entlassen wurde, strebte häufig noch ein zusätzliches Masterstudium an. Mehr...
15. März 2013
Lernen von Thomas Ng: Soziale Einbindung stresst
Die Wirtschaftswissenschaftler Thomas Ng und Daniel Feldman haben herausgefunden, dass soziale Einbindung stresst. Sie fragten chinesische und US-amerikanische Manager nach ihrer Bindung zum Unternehmen und zu Freizeitgruppen. Je mehr sie sich Kollegen oder Freunden verbunden fühlten, desto mehr Konflikte hatten sie zwischen Arbeits- und Berufsleben. Vor allem Individualisten ging Bindung an die Nieren. Mehr...
20. Februar 2013
Lernen von Marianne Bertrand: Bedrohliche Hauptverdienerinnen
Eine Forscherinnengruppe um Mariane Bertrand hat herausgefunden: Paare vermeiden es offenbar, dass die Frau mehr verdient als der Mann. Am häufigsten streben beide an, dass er mehr verdient als sie. Wenn die Frau Hauptverdienerin ist, wirkt das bedrohlich, es gibt mehr Streit und Scheidungen. Besserverdienende Frauen arbeiten dann sogar mehr im Haushalt, um dadurch den Partner zu besänftigen. Mehr...
12. Februar 2013
Lernen von Margarita Mayo: Frauen passen ihr Führungsselbstbild stärker der Wirklichkeit an
Ein Forscherteam um Margarita Mayo fand heraus, dass Frauen ihr Führungsselbstbild der Wirklichkeit stärker anpassen als Männer. Sie fragten Studenten nach ihren Führungskompetenzen und spiegelten ihnen, was ihre Kollegen über sie dachten. Bei den Studentinnen nahmen daraufhin die Selbstbildwerte ab, bei den Studenten stiegen sie langfristig an. Mehr...
6. Februar 2013
Lernen von Aneeta Rattan: Kann jeder so intelligent wie Einstein werden?
Eine Forschergruppe um Aneeta Rattan von der Universität Stanford hat die Überzeugung untersucht, jeder Mensch könne hochintelligent werden, wenn er nur eine gute Ausbildung bekomme und fleißig sei. US-Amerikaner glaubten das seltener als Inder. Diejenigen, die es glaubten, waren eher bereit, Benachteiligte und Minderheiten zu fördern. Mehr...
1. Februar 2013
Lernen von James Diefendorff: Motivationstypen
Eine Forschungsgruppe um den Organisationspsychologen James Diefendorff hat chinesische Angestellte befragt und fünf Motivationstypen herausgefunden: 1) mäßig motiviert, ohne schlechtes Gewissen, 2) kaum selbstbestimmt, 3) durchweg mäßig motiviert, 4) sehr selbstbestimmt und 5) sehr motiviert durch innere und äußere Beweggründe. Am besten arbeiteten die Mitarbeiter der letzten Gruppe und nicht die Selbstbestimmten, die nur auf ihre innere Stimme hörten. Mehr...
15. Januar 2013
Lernen von Thomas Ng: Ältere sind motiviert und veränderungsbereit
Thomas Ng und Daniel Feldman haben fünf von sechs Vorurteilen über ältere Arbeitnehmer entkräftet. Sie fassten bisherige Studien zum Alter zusammen. Damit konnten sie zeigen, dass Ältere entgegen verbreiteter Klischees motiviert, veränderungsbereit, gesund sowie berufsorientiert waren und anderen vertrauten. Lediglich ein Stereotyp traf zu, nämlich dass ältere Beschäftigte seltener an Weiterbildung interessiert waren. Mehr...
10. Januar 2013
Lernen von Uwe Peter Kanning: Führungserfahrung ist unwichtig
Die Wirtschaftspsychologen Uwe Peter Kanning und Philipp Fricke haben herausgefunden, dass Führungserfahrung offensichtlich unwichtig ist. Sie stellten fest, dass sich weder die Erfahrung andere zu führen, die Teamgröße noch das Alter positiv auf die aktuelle Führungsleistung auswirkten. Da Führungserfahrung also nicht per se gut ist, fordern sie, diese bei der Personalauswahl außen vor zu lassen. Mehr...
10. Dezember 2012
Lernen von Gerard J. van den Berg: Berufliche Brüche nach dem Tod des eigenen Kindes
Gerard van den Berg von der Universität Mannheim hat zusammen mit zwei Forscherkollegen Daten schwedischer Eltern ausgewertet, die ihr Kind verloren haben. Viele von ihnen hatten mit beruflichen Brüchen zu kämpfen, die jahrelang anhielten. Im Vergleich zu nicht betroffenen Eltern wurden sie häufiger arbeitslos, verdienten weniger, ließen sich häufiger scheiden und hatten mehr gesundheitliche und psychische Probleme. Mehr...
30. November 2012
Lernen von Inga Hoever: Gegenseitiges Hineindenken macht gemischte Teams kreativer
Inga Hoever hat in einem Experiment bestätigt, dass gegenseitiges Hindenken ein Team kreativer macht. Allerdings galt das nur für gemischte Teams. Einheitliche Teams profitierten nicht davon. Wenn die Mitglieder von Teams mit verschiedenartigen Rollen aufgefordert wurden, die Sichtweise des anderen zu übernehmen, diskutierten sie umsichtiger und konnten dadurch einen kreativen Plan ausarbeiten. Mehr...
25. November 2012
Lernen von Anat Rafaeli: Aggressive Kunden machen einen dümmer
Ein Forscherteam um Anat Rafaeli hat gezeigt, dass aggressive Kunden diejenigen kurzfristig dümmer machen, die mit ihnen zu tun haben. In vier Experimenten hörten oder lasen die Teilnehmer Kostproben aggressiver Kundenäußerungen. Danach konnten sie sich Gesprächsdetails schlechter merken, ihr Arbeitsgedächtnis war beeinträchtigt und die Qualität ihrer Arbeit ließ nach. Kundenaggressionen schränken also die geistigen Fähigkeiten des Gegenübers ein. Die Forscher fordern daher eine Null-Toleranz-Politik im Umgang mit aggressiven Kunden. Mehr...
14. November 2012
Lernen von Shalom Schwartz: Werteverdopplung
Shalom Schwartz hat zusammen mit elf weiteren Forschern aus zehn Ländern seine Wertetheorie überprüft und erweitert. Danach gibt es nicht mehr nur zehn grundlegende, weltweit gültige Werte eines Menschen, sondern mit nunmehr 19 fast doppelt so viele – z.B. selbstbestimmtes Denken, Vormachtstellung, persönliche Sicherheit oder Bescheidenheit. In einer groß angelegten Studie überprüften sie diese. Mehr...
7. November 2012
Lernen von Zakary Tormala: Potenzial – oder die Lust am Orakel
Eine Forschergruppe um Zakary Tormala hat die „Präferenz fürs Potenzial“, die Lust am Orakel, in einer Serie von acht Experimenten untersucht. Herauskam, dass das vage Potenzial immer die faktische Leistung schlug. Basketballspieler, Bewerber für einen Banker-Job, Künstler, Comedians oder Küchenchefs, die noch nichts Großartiges geleistet hatten, aber mutmaßlich Potenzial hatten, wurden durchgängig besser eingeschätzt als wirkliche Leistungsträger. Mehr...
30. Oktober 2012
Lernen von Long Wang: Generalisten-Verzerrung - durchschnittliche Alleskönner werden gegenüber herausragenden Spezialisten bevorzugt
Long Wang und Keith Murnighan haben in fünf Studien gezeigt, dass viele einer Generalisten-Verzerrung erliegen. Für fest umrissene Aufgaben werden lieber durchschnittliche Alleskönner als herausragende Spezialisten eingestellt. Diesen Hang zur „eierlegenden Wollmilchsau“ haben aber nicht nur Personaler, wie die Studien zeigen. Auch Basketball-Fans und Studenten wählen, wenn es drauf ankommt, lieber einen Generalisten als einen Spezialisten. Die Verzerrung lässt sich stoppen, wenn potenzielle Kandidaten nicht alle zusammen, sondern einzeln eingeschätzt werden. Mehr...
26. Oktober 2012
Lernen von Howard Friedman Berufserfolg und Lebensdauer
Die Psychologen Howard Friedman und Leslie Martin haben in ihrem Buch „Die Long-Life-Formel“ Faktoren zusammengetragen, die zu einem gesunden und langen Leben führen. Basis ihrer Forschung war die Längsschnittstudie von Lewis Terman. Was den Berufserfolg angeht, haben sie herausgefunden, dass gewissenhafte Menschen besonders erfolgreich waren. Außerdem lebten die Erfolgreichen fünf Jahre länger als die Erfolglosen. Und es spielte im Allgemeinen für die Gesundheit keine Rolle, ob man seinen Traumberuf fand oder nicht. Mehr...
24. Oktober 2012
Lernen von Peter Behrendt: Coaching ist erfolgreich, wenn es die Stärken betont
Coaching ist besonders erfolgreich, wenn der Coach die Stärken, Ideen und Erfolge des Klienten betont. Das ergab eine Studie von Peter Behrendt. Darin wurden zwei Coachingmethoden überprüft sowie die Wirksamkeit von vier Faktoren: Absichten klären, Probleme bewältigen, Probleme durchleben und Ressourcen aktivieren. Letzteres war am wirksamsten, wenn Führungskräfte durch das Coaching versuchten, ihre Mitarbeitergespräche zu verbessern. Mit der Studie kam Behrendt unter die drei Finalisten des Coachingpreises 2012. Mehr...
22. Oktober 2012
Lernen von David T. Wagner: Faulenzen im Internet
Forscher um David Wagner von der Singapore Management University haben herausgefunden, dass jemand während der Arbeitszeit häufiger im Internet abhängt, wenn er wenig geschlafen hat. Dieses sogenannte Internetfaulenzen ist weit verbreitet. Schlafmangel fördert es, die Gewissenhaftigkeit einer Person zügelt es. Müßiggang auf Facebook & Co. lässt sich also eindämmen, wenn man immer schön ausgeschlafen ins Büro kommt. Mehr...
17. Oktober 2012
Lernen von Hans Marien: Mit unbewussten Zielen macht man mehr Fehler
Utrechter Psychologen um Hans Marien haben herausgefunden, dass man mit unbewussten Zielen mehr Fehler macht. Diese Ziele waren: sich mit anderen amüsieren oder fürs Studium lernen. Wenn solchte Absichten unbemerkt durch den Kopf schwirrten, las man z.B. einen Text oberflächlicher. Man kann das als Beeinträchtigung sehen, aber auch als guten Schutzmechanismus, der vor Dingen bewahrt, die unwichtig sind. Mehr...
16. Oktober 2012
Lernen von Elisabeth Dütschke: Befristete Arbeit – gut oder schlecht?
Finden Freie und Zeitarbeiter ihre befristete Arbeit gut oder schlecht? Dieser Frage gingen Elisabeth Dütschke und Sabine Börner in einem Beitrag zur „Präferenz flexibler Beschäftigung“ nach. Ergebnis: Ein Drittel der Freien mochte die flexible Beschäftigung, ein Drittel lehnte sie ab, ein weiteres Drittel schwankte zwischen Befristung oder Festanstellung. Außerdem zeigte sich, dass glückliche Freie - freie Mitarbeiter, die befristete Arbeit bevorzugten – offen, zufrieden und von sich selbst überzeugt waren. Mehr...
9. Oktober 2012
Lernen von Stephan Schleim: Doping am Arbeitsplatz
Stephan Schleim trägt in der Novemberausgabe der Psychologie Heute einige Fakten zum Hirndoping zusammen. Es ist nur bei ein bis zwei Prozent der Erwerbstätigen oder Studierenden in Deutschland verbreitet, beileibe also kein Massenphänomen. Die leistungssteigernde Wirkung von psychoaktiven Medikamenten ist umstritten, vor allem was Langzeitwirkungen angeht. Damit überwiegt die negative Seite der Mittel. Sie führen häufig nicht zu wirklichen Problemlösungen und machen abhängig. Mehr...
19. September 2012
Lernen von Maike Luhmann: Berufliche Marksteine
Eine Forschergruppe um die Psychologin Maike Luhmann hat sich die Auswirkungen von vier beruflichen Marksteinen angesehen: Arbeitslosigkeit, Wiederbeschäftigung, Ruhestand und Umzug. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen gedanklich und gefühlsmäßig noch Jahre damit zu kämpfen haben. Besonders gravierend waren die Folgen einer Arbeitslosigkeit, nach der das Wohlbefinden über Jahre hinweg deutlich abnahm. Mehr...
7. September 2012
Lernen von Svenja Caspers Manager entscheiden mit Autopilot im Gehirn
Manager entscheiden schnell und automatisch und aktivieren dabei ein eng umgrenztes Hirnareal. Nicht-Manager entscheiden langsamer und bedachter und aktivieren dabei viele Hirnareale. Das sind die Ergebnisse einer neuen Studie, die die Neurowissenschaftlerin Svenja Caspers vom Forschungszentrum Jülich mit ihrem Team in der Open-Access-Fachzeitschrift PLoS ONE veröffentlicht hat. Fraglich bleibt, was die Unterschiede in der Hirnaktivität genau bedeuten und wie wichtig sie fürs Entscheiden sind. Mehr...
4. September 2012
Lernen von Paul Flaxman: Selbstzweifel und Grübeln machen einen Kurzurlaub weniger erholsam
Eine Forschergruppe um Paul Flaxman von der City University London hat zwei Persönlichkeitsmerkmale ausgemacht, die einen Kurzurlaub weniger erholsam werden lassen: Selbstzweifel und Grübeln. Wenn man sein eigenes Tun immer wieder anzweifelt, führt das dazu, dass man sich nach dem Urlaub gleich wieder vom Strom der Stressoren mitreißen lässt. Selbstzweifel werden dabei von der Neigung erklärt, ständig alles überdenken zu wollen. Selbstzweifler und Grübler sollten sich daher im Urlaub ablenken und sich ihrer Unvollkommenheit stellen. Mehr...
30. August 2012
Lernen von Suzanne Peterson: Der dienende Chef
Neue Zahlen von Suzanne Peterson und ihren Kollegen von der Arizona State University zeigen: Selbstverliebte Manager bringen‘s nicht. Erfolgreich sind dienende Unternehmenslenker, die ihre Mitarbeiter, Kunden und ihr Unternehmen über alles stellen. Hingebungsvolles Führen ließ sich durch die Identifikation mit dem Unternehmen erklären und machte das Unternehmen viel rentabler. Die Schlussfolgerung lautet daher: Stellt mehr dienende Führungskräfte ein! Mehr...
24. August 2012
Lernen von Larissa Tiedens: Hierarchien bevorzugt
Obwohl die meisten sagen, dass sie Hierarchien hassen, pressen sie ihre Welt unaufhörlich in solche: in Von-Oben-nach-unten-Systeme, Führungsebenen, Befehlsstrukturen. Warum eigentlich? Weil sie uns das Leben und Denken erleichtern, so eine neue Studie von Larissa Tiedens und Emily Zitek. Die Forscherinnen fanden heraus, dass man sich an Hierarchien besser erinnerte und mit ihnen leichter zurechtkam als dies bei gleichrangigen Gefügen der Fall war. Mehr...
21. August 2012
Lernen von Julia Clasen: Stress-Fragebogen für Freischaffende
Die Arbeitspsychologin Julia Clasen von der Universität Hamburg hat einen Fragebogen entwickelt, mit dem stressige Arbeitsbedingungen von Freischaffenden ermittelt werden können. Das sind vor allem Stressoren wie unsichere Arbeitsaufträge, Zeitdruck oder stressige Auftraggeber. Aber aus Ressourcen, die den Stress puffern: Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeit, Handlungsspielraum, soziale Unterstützung. Der Fragebogen ist ganz auf Freelancer zugeschnitten und ein guter Ausgangspunkt für deren Stressbewältigung. Mehr...
1. August 2012
Lernen von Christiane Gelitz: Durch Arbeit zufriedener werden
Die Diplompsychologin Christiane Gelitz ist Redakteurin beim Magazin Gehirn & Geist. In der Juni-Ausgabe hat sie in ihrem Beitrag „Was die Psyche stark macht“ Faktoren gesammelt, die dazu beitragen, psychisch gesund zu bleiben. 17 Faktoren beschreibt sie näher, darunter etwa Bindung, Partnerschaft, Bewegung und Natur. Sie geht auch auf drei Aspekte ein, die im Berufsleben wichtig sind: soziale Kontakte, Arbeit und Geld. Mehr...
31. Juli 2012
Lernen von David Johnston: Auswirkungen einer Beförderung
David Johnston und Wang-Sheng Lee haben die Auswirkungen einer Beförderung untersucht. Kurzfristig hatte eine Beförderung negative und positive Folgen. Es wurde mehr gearbeitet, die Befragten fühlten sich gestresster, aber auch zufriedener im Job. Langfristig überwogen negative Auswirkungen: mehr Arbeit, mehr Stress bei unveränderter Gesundheit und Lebenszufriedenheit. Mehr...
17. Juli 2012
Lernen von Carsten Schermuly: Personalentwicklung 2020
Ein Forschungsteam um Carsten Schermuly hat Personalentwickler dazu befragt, wie Personalentwicklung im Jahr 2020 aussehen wird. Wissensmanagement wird wichtig, mehr ältere Arbeitnehmer werden trainiert und Personalentwicklung vernetzt sich mit anderen Unternehmensbereichen und Eignungsdiagnostik, sagen über 200 Personalentwickler. Als wichtigste Zukunftskompetenz wird der Umgang mit Komplexität gesehen. Das bedeutsamste Personalentwicklungsinstrument ist die Begleitung von Veränderungsprozessen. Mehr...
11. Juli 2012
Lernen von Brian Connelly und Ute Hülsheger: Wer bin ich? Frag deinen Kollegen! Neues zur Fremdeinschätzung der Persönlichkeit
Kollegen und Bekannte schätzen die Persönlichkeit eines Mitarbeiters treffsicherer ein als dieser selbst. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von Brian Connelly und Ute Hülsheger. Sie befragten 97 Beschäftigte nach deren Persönlichkeit. Letztere sollte auch von deren Kollegen und Bekannte eingeschätzt werden. Fazit: Fremdeinschätzungen der Persönlichkeit sagten berufliche Leistung besser vorher als Selbsteinschätzungen. Bekannte waren in der Persönlichkeitsbewertung ihrer Freunde genauso gut wie die Arbeitskollegen. Mehr...
29. Juni 2012
Lernen von Cameron Anderson: Sozialer Status und Wohlbefinden
Nicht Geld, sondern Beliebtheit bestimmt, wer glücklich ist. Das ist das Ergebnis von vier Studien, die Cameron Anderson und seine Forscherkollegen gerade in der Fachzeitschrift Psychological Science veröffentlichten. Sie befragten Collegestudenten, führten eine Onlinestudie, ein Experiment und eine Längsschnittstudie durch. Durchweg zeigte sich, dass nicht der sozioökonomische Status (Einkommen und Wohlstand), sondern der soziale Status (Respekt und Wertschätzung) das subjektive Wohlbefinden prägte. Mehr...
28. Juni 2012
Lernen von Susan Fiske: Markenwahrnehmung
Susan T. Fiske von der Princeton University und ihre Forscherkollegen Nicolas Kervyn und Chris Malone haben im Journal of Consumer Psychology ein neues Modell zur Markenwahrnehmung vorgestellt. Es fußt auf dem Stereotyp-Inhalts-Modell und besagt dass Marken entsprechend den ihr unterstellten Absichten und Fähigkeiten einer der vier Kategorien zugeordnet werden: beliebte, bezuschusste, beneidete und belastete Marken. Diese korrespondieren wiederum mit Gefühlen der Bewunderung, des Mitleids, des Neids und der Verachtung. Mehr...
30. Mai 2012
Lernen von Antje Köhler: Unbewusste Motive
Antje Köhler hat zusammen mit ihren Kollegen Hans-Peter Erb und Jan Eichstaedt unbewusste Motive im Zusammenhang mit der Personalauswahl untersucht. Dabei nutzte sie ein neues Messverfahren, das auf Reaktionszeiten für motivähnliche Wörter beruht. Die so gemessenen unbewussten Motive hingen mit Persönlichkeitseigenschaften zusammen, sagten allerdings Ergebnisse im Assessment Center nur mäßig und Prüfungsnoten überhaupt nicht voraus. Mehr...
25. April 2012
Lernen von Anne Jansen: Soziale Kompetenz
Die Zürcher Psychologen Anne Jansen, Klaus Melchers und Martin Kleinmann haben den Dauerbrenner soziale Kompetenz untersucht. Sie interviewten dazu 107 Absolventen und Studenten, führten mit ihnen ein Assessment Center durch und ließen sie Fragebogen ausfüllen. Ergebnis: Das Inventar sozialer Kompetenzen sagte Arbeitsleistung so gut voraus wie Assessment Center oder strukturiertes Interview. Außerdem steigerte es die Vorhersageleistung dieser beiden herkömmlichen Verfahren. Mehr...
20. April 2012
Lernen von Ernest O’Boyle: Spitzenleistungen – häufiger als gedacht
In fünf Studien haben Ernest O’Boyle und Herman Aguinis überprüft, ob berufliche Leistung normalverteilt oder extremverteilt ist. Es zeigte sich, dass die Leistungen von Forschern, Künstlern, Politikern und Sportlern nicht der Normalverteilung, sondern der Pareto-Verteilung folgten. Das heißt, Spitzenleistungen kamen häufiger vor als gedacht, und Top-Performer trugen besonders viel zur Gesamtleistung bei. Für die Autoren ist daher eine Unternehmenspraxis fraglich, die sich an der Durchschnittsnorm orientiert. Mehr...
19. März 2012
Lernen von Jennifer Mueller: Wann werden kreative Ideen abgelehnt?
Unsicherheit führt dazu, dass kreative Ideen unbewusst abgelehnt werden. Zu diesem Ergebnis kommen Jennifer Mueller von der Wharton School und ihre Forscherkollegen in der letzten Ausgabe der Fachzeitschrift Psychological Science. In zwei Experimenten lösten sie Unsicherheit aus und erfassten danach die implizite und explizite Ablehnung von Kreativität. Während sich die Teilnehmer bewusst in der unsicheren Situation für kreative Ideen aussprachen, verwarfen sie diese jedoch unbewusst. Mehr...
14. März 2012
Lernen von Timothy Judge: Kratzbürstige verdienen mehr
Timothy Judge, Beth Livingston und Charlice Hurst haben in vier Studien den Zusammenhang zwischen Verträglichkeit und Einkommen untersucht. Ergebnis: Unverträgliche, kratzbürstige Männer verdienten deutlich mehr als verträgliche, nette. Bei Frauen zeigte sich dieser Effekt nur schwach. Unverträgliche Mitarbeiterinnen verdienten zwar auch etwas mehr als verträgliche, aber der Effekt war statistisch nicht bedeutsam. Die Autoren schlussfolgern, dass Kratzbürstigkeit vor allem zu erfolgreicheren Gehaltsverhandlungen verhilft. Mehr...
8. März 2012
Lernen von Francesca Gino: Die dunkle Seite der Kreativität
Mit “The Dark Side of Creativity” ist eine Reihe von Experimenten überschrieben, die Francesca Gino von der Harvard Business School und ihr Kollege Dan Ariely von der Duke University gerade im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlichten. Darin zeigen sie, dass Kreative mehr betrügen als weniger Kreative. Bei Aufgaben, bei denen es Geld zu verdienen gab, tricksten und schummelten sie und verhielten sich damit wenig ehrenhaft. Mehr...
6. März 2012
Lernen von Robert T. Keller: Wer ist innovativ?
Robert T. Keller hat über 600 Wissenschaftler und Ingenieure zu ihren Innovationen befragt. Dabei zeigte sich, dass das Selbstwertgefühl, die innere Kontrollüberzeugung und die Innovationsorientierung vorhersagten, ob die Befragten nach fünf Jahren innovativ waren und gut arbeiteten. Mehr...
2. März 2012
Lernen von Friedemann W. Nerdinger: Emotionsarbeit
Friedemann Nerdinger, Wirtschaftspsychologe an der Universität Rostock, hat in der Zeitschrift Report Psychologie Forschungsergebnisse zur Emotionsarbeit zusammengetragen. Wenn Kundenberater ständig lächeln sollen, kann das langfristig zu Erschöpfung führen. Es gibt aber auch eine konstruktive Emotionsarbeit: Tiefenhandeln. Dabei wird versucht, negative Gefühle abzubauen, sodass Erleben und Verhalten wieder im Einklang stehen. Mehr...
20. Januar 2012
Lernen von Prasad Balkundi: Charisma wird von der informellen Position bestimmt
In zwei Studien haben Prasad Balkundi von der Universität Buffalo herausgefunden, dass das Charisma einer Führungskraft von deren informeller Position im Team abhängig ist. Wenn man sie häufig um Rat fragt und wenn sie gut vernetzt ist, wird sie auch als inspirierend, vertrauensvoll und kollegial, sprich charismatisch, erlebt. Mehr...
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