| Lernen von Friedemann Nerdinger: Unternehmensschädigendes Verhalten
16. Januar 2009 Friedemann Nerdinger ist seit 1995 Professor für Wirtschafts- und Organisationspsychologie an der Universität Rostock. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie. Kürzlich ist von ihm in der Reihe Praxis der Personalpsychologie aus dem Hogrefe-Verlag der Leitfaden Unternehmensschädigendes Verhalten erkennen und verhindern erschienen. Unternehmensschädigendes VerhaltenDieses Verhalten verletzt die legitimen Interessen einer Organisation. Entlang der beiden Dimensionen "organisational-interpersonal" und "geringfügig-ernsthaft" können vier Arten kontraproduktiven Verhaltens ausgemacht werden:
Die Motivation ist entscheidendGängige Modelle gehen davon aus, dass dem unternehmensschädigenden Verhalten sogenannte instrumentelle oder expressive Motivation zugrunde liegt. Bei instrumenteller Motivation versucht ein Mitarbeiter eine aus dem Gleichgewicht geratene Situation wieder in Balance zu bringen. So kann bei Diebstahl z.B. angestrebt werden, eine ungerechte Bezahlung finanziell auszugleichen. Expressive Motivation besteht, wenn der Mitarbeiter aus Frust oder Ärger das Unternehmen prellt. Instrumentelle Motivation ist somit vor allem durch Gedanken gesteuert, expressive Motivation durch Gefühle. Führungskräfte können gerechter werdenUm kontraproduktives Verhalten zu vermeiden oder einzudämmen, schlägt Nerdinger Aktionen vor, die auf der Ebene der Organisation, der Mitarbeiterführung, der Personalauswahl oder der Personalentwicklung ansetzen. Eine Führungskraft kann sich durch folgende Maßnahmen gerechter verhalten und somit eine Ursache destruktiven Verhaltens ausschalten:
Wirtschaftspsychologie-aktuell.de Weiterführende Informationen: Nerdinger, F. W. (2008). Unternehmensschädigendes Verhalten erkennen und verhindern (Praxis der Personalpsychologie, Band 15). Göttingen: Hogrefe. Zum Schnupper-Abo der Wirtschaftspsychologie aktuell Zum Archiv |
|