| Lernen von Chester Schriesheim: Dimensionen schlechter Führung
22. Dezember
2008 Chester Schriesheim hat seine Ausbildung in Arbeits- und Organisationspsychologie an der Michigan State University und an der Ohio State University erhalten. Seit 1986 ist er Professor für Management an der University of Miami. Gerade haben er und sein Kollege Timothy Hinkin im Journal of Applied Psychology die Facetten schlechter Führung genauer untersucht. Unter schlechter Führung oder „Nonleadership“ verstehen die Autoren, dass eine Führungskraft unzureichend oder eben gar nicht führt, was nachweislich mit mangelhaften Ergebnissen einhergeht. Obwohl die Folgen schlechter Führung gravierend sein können, ist dieser Sachverhalt bislang erst wenig untersucht worden. Hinkin und Schriesheim haben vier Dimensionen schlechter
Führung gefunden: 1) passives Management nur in Ausnahmefällen – nur bei
gravierenden Problemen wird eingegriffen, 2) Laissez faire – den
Führungsaufgaben wird generell nicht nachgekommen 3)
Belohnungsunterlassung – bei guter Mitarbeiterleistung wird nicht
positiv verstärkt und 3) Sanktionsunterlassung – bei schlechter
Mitarbeiterleistung wird nicht negativ sanktioniert. Die letzten beiden
Dimensionen haben die beiden Autoren erstmalig systematisch erkundet
und dazu zwei neue Testskalen entwickelt. In mehreren Einzelstudien mit
über 500 Managern aus dem Finanzbereich und dem Hotelgewerbe kommen die
Autoren zu folgenden Ergebnissen:
tf / Hinkin, T. R. & Schriesheim, C. A. (2008). An examination of "nonleadership": From laissez-faire leadership to leader reward omission and punishment omission. Journal of Applied Psychology, 93, 1234-1248. Schriesheim, C. A., Tepper, B. J. & Tetrault, L. A. (1994). Least preferred co-worker score, situational control, and leadership effectiveness: A meta-analysis of contingency model performance predictions. Journal of Applied Psychology, 79, 561-573. Zum Archiv |
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