Lernen von Shaul Oreg: Widerstand gegenüber Veränderungen
19. September 2008
Über Widerstand gegenüber
Veränderungen wird viel berichtet. Er
bremst Innovationen aus und verhindert sogar die Weiterentwicklung
ganzer Unternehmen. Shaul Oreg,
Assistent Professor am Institut für
Soziologie und Anthropologie an der Universität von Haifa, geht diesem
Widerstand daher systematisch auf den Grund. Er hat erkannt, dass
Widerstand gegenüber Veränderungen in der Person selbst liegen kann und
zusammen mit seinen Kollegen die Resistance To Change Scale (RTC)
entwickelt. Damit lassen sich die personseitigen Züge von
Veränderungsskeptikern messen. Kürzlich hat er zusammen mit 20 Kollegen
aus 17 Ländern im Journal of Applied Psychology nachgewiesen, dass die
Skala auch im internationalen Vergleich valide ist. Sie hängt deutlich
negativ mit Offenheit (r=-.43) und positiv mit Konservatismus (.44)
zusammen. Die vier Facetten des Widerstands gegenüber Veränderungen
sind:
- Routine-Streben: „Ich mache
lieber altbewährte Dinge als irgendetwas Neues auszuprobieren.“
- die Gefühlsreaktion: „Wenn
ich darüber informiert werde, dass sich Pläne ändern, nervt mich das
etwas.“
- dass
man häufig zu kurz denkt: „Manchmal vermeide ich
Veränderungen, obwohl ich weiß, dass sie für mich besser wären“ und
- geistige Rigidität: „Wenn ich
einmal einen Entschluss gefasst habe, kann ich ihn nur schwer ändern.“
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zu Shaul Oreg.
tf
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Quelle: Journal of Applied Psychology
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