Lernen von Dr. Karen Lyness: Frauen im Management und Managerkarrieren
21.
August 2008
Dr.
Karen Lyness ist Professorin für Organisationspsychologie
am Baruch
College der Weissman School of Arts and Sciences. Ihre Hauptthemen sind Frauen im
Management und
Managerkarrieren.
2003 bekam sie für ihre Forschungsaktivitäten den Sage Award Lifetime
Achievement Award. In der aktuellen Ausgabe des Journal of Applied
Psychology hat sie zusammen mit Michael Judiesch die erste
internationale Studie zum Zusammenhang zwischen Work-Life-Balance und
Aufstiegspotenzial vorgelegt. Die Autoren gingen der Frage nach, ob
Manager mit guter Work-Life-Balance zukünftig bessere Aufstiegschancen
haben als Manager mit weniger Work-Life-Balance, denen vor allem ihr
Berufsleben wichtig ist. Insgesamt wurden die Angaben von über 9000
Führungskräften aus 33 Ländern anhand von Selbst-, Kollegen- und
Vorgesetzten-Einschätzungen analysiert. Insgesamt zeigte sich, dass
Managern mit ausgewogenen Freizeit- und Arbeitskonzepten bessere
Aufstiegschancen eingeräumt wurden als Managern mit geringer
Work-Life-Balance. Karen Lyness und Michael Judiesch stellten dabei in
Abhängigkeit von der Gleichberechtigung, die im jeweiligen Land
herrscht, Geschlechtsunterschiede fest. Nur in Ländern, in denen die
Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern großgeschrieben wird,
geht der zukünftig gesehene Berufserfolg von Managerinnen mit einer
guten Work-Life-Balance einher. Bei Männern hingegen hängen
Work-Life-Balance und Berufserfolg nur in solchen Regionen positiv
zusammen, in denen Gleichberechtigung bislang wenig angestrebt wird. Mehr über Karen Lyness.
Wirtschaftspsychologie-aktuell.de
Quelle: Journal of Applied
Psychology
Zum Archiv
|
|