Wirtschaftspsychologie aktuell - Zeitschrift für Personal und Management
Lernen von Professor Dr. Heinz Schuler: Assessment-Center

10. Juni 2008
Professor Dr. Heinz Schuler gehört zu den renommiertesten Wirtschaftspsychologen weltweit. In seiner Arbeitsgruppe an der Universität Hohenheim beschäftigt er sich aktuell u.a. mit Berufswahl, Eignungsdiagnostik, personalpsychologischen Maßnahmen, Kreativität und Leistungsmotivation. Zu seinen bevorzugten Themen gehörte auch immer wieder die Frage, wie valide Assessment-Center sind. In den letzten zwanzig Jahren hat sich gezeigt, dass ACs immer unvalider geworden sind. Das heißt, es ist zunehmend fraglicher geworden, was sie überhaupt messen. Damit hat auch ihre Qualität eingebüßt. Die Gründe liegen vor allem darin, dass ACs verstärkt von nichtpsychologischen Laien durchgeführt werden, die mit Methodik, Psychometrie und Auswertung wenig vertraut sind. Einen Ausweg aus der Validierungsfalle des ACs sieht Professor Schuler im multimodalen Ansatz. Dabei wird die Performanz durch die drei Modalitäten Eigenschaften, Verhalten und Ergebnisse erfasst. Eigenschaften werden dabei durch Tests, Verhalten durch Arbeitsproben und Ergebnisse durch biografische Indikatoren (z.B. Zeugnisse) erhoben. Ein AC umfasst mehrere Einheiten mit unterschiedlichen Modalitäten. Damit lässt sich die Prognosequalität um den Faktor 6,5 gegenüber herkömmlichen Verfahren steigern. Lesen Sie mehr.

tf - Quelle: Wirtschaftspsychologie aktuell 2/07

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