| Literatur
Fachbuch im Fokus
Wenn einer Ihrer Mitarbeiter ein Kommunikationsproblem mit seinen Kollegen hat, wie gehen Sie normalerweise vor? Würden Sie auch zunächst versuchen, das Problem gründlich zu analysieren? Dieses durchaus übliche Vorgehen hat jedoch den Nachteil, dass Ursachen für Probleme oft vor dem Hintergrund von Eigenschaftskonstrukten oder intra-psychischen Dynamiken betrachtet werden. Dabei gehen der Kontext und die Komplexität des Konflikts oft unter. Die auf die systemische Theorie zurückzuführende „Lösungsorientierte Beratung“ nimmt einen anderen Weg. Die zu beratende Person wird als jemand betrachtet, die in einem bestimmten Kontext interagiert und es wird der Sinn oder Nutzen dieser Kommunikation erfasst. In diesem Setting interessiert sich der Berater nicht sehr detailliert für die Ursache des Problems, sondern Probleme werden als Lernchancen und als Impulse für eine Entwicklung angesehen. Der Berater möchte beispielsweise wissen, woran der Klient erkennen würde, wenn das Problem gelöst wäre. Dann versucht er die Veränderung in kleinen Schritten hin zum Positiven anzustoßen. Dies ermöglicht dem Berater, auch in Situationen zu helfen, ohne Spezialwissen über die Hintergründe zu besitzen. Der Grundgedanke ist die Überzeugung, dass der Klient über alle notwendigen Fähigkeiten zur Problemlösung verfügt und zu Lösungen gebracht werden kann. Zwei Grundregeln nennt der Autor Günter Bamberger: „Wenn etwas funktioniert, dann mache mehr davon“ und „Wenn etwas nicht funktioniert, dann mache etwas anderes“. Diese Vereinfachung ist ein zentraler Punkt der von den Psychotherapeuten Steve de Shazer und Insoo Kim Berg vorgestellten Kurzzeittherapie. Der Berater konzentriert sich auf Lösungen, in dem er die Wünsche, Ziele sowie die persönlichen und sozialen Fähigkeiten und Potenziale des Klienten erfasst und aktiviert. Frei nach dem Motto: „Gemeinsam Lösungen konstruieren statt Probleme analysieren“. Das Praxisbuch gliedert sich insgesamt 17 Kapitel. In den ersten Kapiteln werden die theoretischen Hintergründe und Werkzeuge des lösungsorientierten Beraters vorgestellt. In insgesamt sieben weiteren Kapiteln werden die einzelnen Beratungsphasen vorgestellt. Am Ende werden Einblicke in zwei ausführliche Praxisbeispiele gewährt. Zusätzlich bietet der Verlag Arbeitsmaterialien zum Downloaden an. Das Buch gibt wertvolle Impulse für all diejenigen, die in den Bereichen Erwachsenenbildung und Coaching beratend tätig sind. Es ist jedoch kein Einsteigerbuch in die Thematik Beratung. Für einen guten Transfer sind fundierte psychologische Kenntnisse und Beratungserfahrungen unabdingbar. Anzeige
Elisabeth Wrubel hat mit der coaching disc® ein Instrument entwickelt, das Ihrer Kreativität und damit Problemlösungskapazität auch in scheinbar verfahrenen Situationen wieder auf die Sprünge helfen kann. Das neue Handbuch beschreibt Arbeitsweisen, Methoden und Fallbeispiele für den vielfältigen Einsatz der coaching disc®.
Veranstaltet wird der Kongress von der Sektion Wirtschaftspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen, BDP e.V. Im vorliegenden Band finden Sie einige der Vorträge und Präsentationen des Kongresses in vollständiger Form veröffentlicht. Mit Beiträgen von Gerhard Raab, Gerd Reimann, Andreas Roßmanith, Astrid Schreyögg u.v.a.
Wer geht den Schritt in die Selbstständigkeit? Wodurch zeichnen sich erfolgreiche Unternehmer aus? Was müssen sie mitbringen, was können sie lernen? Wie motiviert man Menschen schon früh, über Selbstständigkeit als Berufsoption nachzudenken und vermittelt ihnen unternehmerisches Grundwissen? Und wie begleitet man sie, damit sie ihren Weg erfolgreich gehen können? Auf diese und andere Fragen gibt der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) mit seinem neuen Bericht in der Reihe „Psychologie – Gesellschaft – Politik“ Antwort. Bandherausgeber ist diesmal die Sektion Wirtschaftspsychologie, der es gelungen ist, kompetente Autoren aus Wissenschaft und Praxis zu gewinnen, unter ihnen Dr. Berend Diekmann, Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Prof. Dr. Günter F. Müller von der Universität Koblenz-Landau, Dipl.-Psych. Dr. Luiza Olos von der Freien Universität Berlin sowie Dr. Elke Schröder von der Universität Jena und Prof. Dr. Frank Wallau vom Institut für Mittelstandsforschung Bonn.
Aus dem Inhalt: Perspektiven für Gesundheitspsychologen - Arbeitsmarkt und Qualifikationsmöglichkeiten, jenseits der Hauptverkehrsadern - neue Tätigkeitsfelder für Psychologen im Gesundheitswesen, ein neues Berufsfeld: Gesundheitsberatung und Gesundheitscoaching, Seelische Gesundheit durch Beratung und Therapie fördern und vieles mehr. |