Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
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Der Wert der Werte Der Wert der Werte

Zum Editorial

Was zählen Werte in der heutigen Wirtschaft wirklich? Sind sie nur ein Lippenbekenntnis oder werden sie auch gelebt? Oder geht es letztlich nicht doch nur um die Rendite und darum, sich selbst am besten zu positionieren – egal zu welchem Preis? Vielleicht wären Erwerbs- und Erlebnisgemeinschaften eine Alternative? Sie stellen sich dem externen Wettbewerb auf den relevanten Märkten, reduzieren aber den internen Wettbewerb zugunsten einer Wertegemeinschaft. Die Sehnsucht nach Respekt ist mehr als nur ein Kuschelfaktor. Mitarbeiter wollen respektvoll behandelt werden, vor allem von ihren Führungskräften. Dazu gehört auch eine authentische Führung. Wer authentisch geführt wird, entwickelt ein stärkeres Vertrauen in seinen Vorgesetzten und ist zufriedener mit ihm. Doch was steckt hinter Authentizität? Eine Voraussetzung dafür ist es, seine eigenen Werte zu klären, um sie dann als Kompass für sein Handeln zu nutzen. Dabei helfen zum Beispiel die Methoden der Akzeptanz- und Commitment-Therapie.


Schwerpunkt: Der Wert der Werte

Unternehmenssteuerung durch Werte: Nach vorn mit Blick zurück?

Werte haben sich in einem bestimmten Kontext entwickelt und sich dabei als hilfreich erwiesen. Doch an welchen Werten muss sich ein Unternehmen ausrichten, um zukunftsfähig zu bleiben? Und wie etabliert man einen nachhaltigen Wertekompass?
Klaus Doppler, Dr. phil., Studium der Theologie und Psychologie (Promotion), selbstständiger Verhaltenstrainer, Organisations- und Managementberater in München, Mitbegründer und langjähriger Mitherausgeber der Zeitschrift „Organisationsentwicklung“
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In Vertrauen investieren: Welches Spiel spielen wir?

Vertrauen ist ein Vermögenswert. Es reduziert Komplexität, Kosten und notwendige Kontrollen. Aber es ist auch ein Risiko für den Vertrauensgeber und fordert Verzicht vom Vertrauensnehmer.
Prof. Dr. rer. pol. Andreas Suchanek, Inhaber des Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der HHL Leipzig Graduate School of Management, Vorstand des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik
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Einer für alle, alle für einen – Wertegemeinschaften als neues Paradigma?

Erwerbs- und Erlebnisgemeinschaften stellen sich dem externen Wettbewerb auf den relevanten Märkten, reduzieren aber den internen Wettbewerb zugunsten einer Wertegemeinschaft. Sie folgen den drei Grundprinzipien der Leistung, Solidarität und Subsidiarität.
Univ.-Prof. Dr. Manfred Becker, emeritierter Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Organisation und Personalwirtschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Geschäftsführer der eo ipso Personal- und Organisationsberatung, Mainz
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Werte in multinationalen Unternehmen – Transfer mit Hindernissen

Multinationale Unternehmen übertragen – meist von der Muttergesellschaft zu den ausländischen Tochtergesellschaften – unternehmenskulturelle Werte und Verhaltenskodizes. Die Praxis zeigt jedoch, dass diese häufig nicht einfach übernommen und integriert werden können.
Prof. Dr. Christoph Barmeyer, Diplom-Kulturwirt, Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation an der Universität Passau
Prof. Dr. Eric Davoine, Diplom-Kaufmann, Lehrstuhl für Personalmanagement und Organisation an der Université Fribourg, Schweiz

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Gefährliche Belohnungen: Wie Vergütungssysteme schaden können

Variable und leistungsabhängige Vergütungssysteme sollen motivieren und die Leistung steigern. Der Wirkung auf individueller und organisationaler Ebene stehen einige Argumente entgegen.
Daniel Gläser, Diplom-Psychologe, promoviert in der RespectResearchGroup an der Universität Hamburg, Berater bei Förster und Netzwerk, Berlin
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Mehr als ein Kuschelfaktor: Die Sehnsucht nach Respekt

Mitarbeiter wollen sich respektvoll behandelt fühlen, vor allem von ihren Führungskräften. Umgekehrt wollen sie auch ihrerseits ihre Führungskraft respektieren können. Beide Bedürfnisse sind tief im Menschen verwurzelt.
Catharina Decker, Diplom-Psychologin, stellvertretende Leiterin der RespectResearchGroup an der Universität Hamburg und der Kühne Logistics University in Hamburg
Christina Mölders, Diplom-Psychologin, Leiterin der RespectResearchGroup an der Universität Hamburg und der Kühne Logistics University in Hamburg
Prof. Dr. Niels Van Quaquebeke, Diplom-Psychologe, Professor for Leadership and Organizational Behavior an der Kühne Logistics University in Hamburg

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Innere Werte: Die Bedeutung von Authentizität

Authentische Menschen sind psychisch gesünder und zeigen bessere Leistungen. Mitarbeiter, die authentisch geführt werden, entwickeln stärkeres Vertrauen in ihre Führungskraft und sind zufriedener mit ihr. Doch was steckt hinter dem Begriff „Authentizität“?
Astrid Emmerich, Diplom-Psychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig, Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie
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Werte: Leitlinien für eine nachhaltige Selbstführung

Methoden der Akzeptanz- und Commitment-Therapie helfen, die eigenen Werte zu klären und als Kompass für das eigene Handeln zu nutzen.
Claus-Peter Ulitzner, Diplom-Psychologe, Senior Berater der GMP, Gesellschaft für Management-Psychologie, Hannover
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Spiritualität in Organisationen: Orientierung an Werten

Neue Studien zeigen, dass Spiritualität im Unternehmen zur körperlichen und mentalen Gesundheit und zum subjektiven Wohlbefinden beiträgt. Ein Blick auf internationale Unternehmen und lokale Organisationen in Südafrika.
Claude-Hélène Mayer, Habilitation in Psychologie, Schwerpunkt Arbeits-, Organisations- und Kulturpsychologie, Visiting Professor UNISA, Pretoria, Privatdozentin am Lehrstuhl für Sprachgebrauch und Therapeutische Kommunikation, Europa Universität Viadrina, Frankfurt/Oder
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Standpunkt: Zählt das Erreichte oder reicht das Erzählte?

Ein Plädoyer für verstärkte Werteorientierung bei der Besetzung von Vakanzen im Management.
Rüdiger Hossiep, Diplom-Psychologe, Leiter des Projektteams Testentwicklung an der Ruhr-Universität Bochum
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Forum

Die gläserne Decke: Gendercheck beim Technologiekonzern Giesecke & Devrient

Werden Frauen bei der Nominierung und Auswahl im Rahmen von internationalen Talentmanagement- Programmen benachteiligt? Beim Technologiekonzern Giesecke & Devrient stellte man sich diese Frage und änderte einige Punkte, um eine gendergerechte Diagnostik voranzutreiben.
Simone Könen, Diplom-Psychologin, M.A. Personalentwicklung, Manager Personnel Development bei Giesecke & Devrient, München
Dr. Sonja Conrads, Diplom-Kauffrau, verantwortlich für die globale Personal- und Führungskräfteentwicklung bei Giesecke & Devrient, München

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Lernen mit Planspielen: Rollen übernehmen in fehlerfreundlichen Umwelten

Brettspiele, Rollenspiele mit Computersimulationen oder Game-based Learning – Planspiele umfassen heute vielfältige Ansätze und erlauben kooperatives Probehandeln. Wichtig ist dabei vor allem das Debriefing, die Reflexion über das Erlebte.
Prof. Dr. Willy C. Kriz, Hochschullehrer für HRM und Führung an der FH Vorarlberg, Vorstand der Gesellschaft für Planspiele in Deutschland, Österreich und Schweiz (SAGSAGA), Präsident des internationalen Planspielfachverbands (ISAGA)
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Der Einzelne und das Ganze: Managementdiagnostik und Kulturaudit

Erfolgreiche Veränderungsprozesse brauchen nicht nur eine gute Managementdiagnostik bei den Schlüsselpersonen, sondern auch eine Analyse der Unternehmenskultur und ihrer Werte. Nur so lassen sich die Wechselwirkungen erfassen und adäquat steuern.
Annett Diver, Diplom-Psychologin, Geschäftsbereichsleiterin Managementdiagnostik, ifp – Institut für Managementdiagnostik, Will und Partner, Köln
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